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Lieder und Tnze des Todes
KONZERT
Sabine Eichner und Ivan Sokolov im Bonner Beethoven-Haus
Von Barbara Kaempfert-Weitbrecht ,General Anzeiger Bonn
Die Mezzosopranistin Sabine Eichner gab einen Liederabend zusammen mit dem Pianisten Ivan Sokolov. “Lieder und Tnze des Todes" hatte Eichner ihr Recital genannt, nach dem Liedkomplex Modest Mussorgskys, der an zweiter Stelle im Programm stand. In der Originalsprache erklangen diese vier eindrucksvollen Lieder, bei denen sich das spezielle Stimm-Timbre der Interpretin und ihre dynamischen Abschattierungsfhigkeiten mit einer besonders eindringlichen Gestaltungsweise verbanden. Vor jedem Lied sprach Elke Irene Scheuffele deutsche bertragungen der russischen Texte. Begonnen hatte Sabine Eichner mit fnf zwischen Sptromantik und frhem Expressionismus wechselnden Gesngen von Alban Berg, denen sie stilvoll zu begegnen wusste. Unter den Liedern von Brahms wirkten die volksliedhafteren prziser und farbiger gelungen als die getragenen. Sehr spezielle, gewissermaen orientalisierende Reize hatten zum Abschluss drei Lieder aus “jiddischer Volkspoesie" von Dimitri Schostakowitsch. Auch hier wieder, wie bei den Mussorgsky-Liedern, wartete die Sngerin mit besonders nuancierter Stimmfhrung auf, ganz adquat sekundiert vom Pianisten, der ansonsten den Solisten oft nicht verleugnen konnte.
Viel Beifall.
Sabine Eichner und der Pianist ivan Sokolov geben ein Konzert im Frauenmuseum Bonn 2005 Von Christian O. Gazsi Laki
Bonn.
Lieder von Alma Maria Mahler-Schindler, Arnold Schnberg und Francis Poulenc im Dialog mit Lyrik der Schweizer Schriftstellerin Erika Burkart (geb. 1922) im Frauenmuseum Bonn - eine imposante Mischung. Der Dialog wurde theatralisch kontemplativ durch die Mezzosopranistin Sabine Eichner und die Rezitatorin Elke Irene Scheuffele in Szene gesetzt. Bei den Liedern legte die Sngerin viel Wert auf pathetischen, gestischen Ausdruck. Ihr Partner am Klavier war Ivan Sokolov, ein guter Begleiter, der sich auf das Wesentliche der Musik konzentrierte und einen sicheren interpretatorischen Pol bildete. Leider musste man wegen des schlechten Zustand des Instrumentes bei der klanglichen Qualitt einige Abstriche machen. Diese Unstimmigkeiten machten Sabine Eichner die unentbehrliche Przision bei Schnbergs Op.15 "Das Buch der hngenden Grten" zu einer schwierigen Aufgabe. Eine Sngerin muss sich schlielich auf die Stimmung des Klaviers verlassen knnen. Francis Poulencs "Le travail du Peintre" bildete einen schnen Bezug zur metaphernreichen Sprache der Gedichte von Erika Kurkart. Die usserlichkeiten, wie das Wechseln der Kleider oder effektvolle gestische Einlagen, sind Geschmacksache, doch stellt sich die Frage, ob die Werke in einem schlichteren, konzentrierten Umfeld nicht mehr an Wirkung und musikalischer Kraft htten entfalten knnen. (10.10.2005)
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