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Berichte,Konzerte

 

Sabine Eichner, Sngerin und Zahnrztin

Klner Stadt Anzeiger Rhein-Sieg, 21.1.94
   EXTRA-BLATT,Siegburg zum Konzert im Museum Siegburg 1.4.98  mit Ulrich Leykam  

 

Klner Stadt Anzeiger ber das Siegburger Museumskonzert

Konzert im Haus Menden, St. Augustin

 

Lieder und Tnze des Todes

KONZERT

Sabine Eichner und Ivan Sokolov im Bonner Beethoven-Haus

Von Barbara Kaempfert-Weitbrecht ,General Anzeiger Bonn

Die Mezzosopranistin Sabine Eichner gab einen Liederabend zusammen mit dem Pianisten Ivan Sokolov. “Lieder und Tnze des Todes" hatte Eichner ihr Recital genannt, nach dem Liedkomplex Modest Mussorgskys, der an zweiter Stelle im Programm stand. In der Originalsprache erklangen diese vier eindrucksvollen Lieder, bei denen sich das spezielle Stimm-Timbre der Interpretin und ihre dynamischen Abschattierungsfhigkeiten mit einer besonders eindringlichen Gestaltungsweise verbanden. Vor jedem Lied sprach Elke Irene Scheuffele deutsche bertragungen der russischen Texte. Begonnen hatte Sabine Eichner mit fnf zwischen Sptromantik und frhem Expressionismus wechselnden Gesngen von Alban Berg, denen sie stilvoll zu begegnen wusste. Unter den Liedern von Brahms wirkten die volksliedhafteren prziser und farbiger gelungen als die getragenen. Sehr spezielle, gewissermaen orientalisierende Reize hatten zum Abschluss drei Lieder aus “jiddischer Volkspoesie" von Dimitri Schostakowitsch. Auch hier wieder, wie bei den Mussorgsky-Liedern, wartete die Sngerin mit besonders nuancierter Stimmfhrung auf, ganz adquat sekundiert vom Pianisten, der ansonsten den Solisten oft nicht verleugnen konnte.

Viel Beifall.

Sabine Eichner und der Pianist ivan Sokolov geben  ein Konzert im Frauenmuseum Bonn
2005
Von Christian O. Gazsi Laki

Bonn.

 Lieder von Alma Maria Mahler-Schindler, Arnold Schnberg und Francis Poulenc im Dialog mit Lyrik der Schweizer Schriftstellerin Erika Burkart (geb. 1922) im Frauenmuseum Bonn - eine imposante Mischung. Der Dialog wurde theatralisch kontemplativ durch die Mezzosopranistin Sabine Eichner und die Rezitatorin Elke Irene Scheuffele in Szene gesetzt. Bei den Liedern legte die Sngerin viel Wert auf pathetischen, gestischen Ausdruck. Ihr Partner am Klavier war Ivan Sokolov, ein guter Begleiter, der sich auf das Wesentliche der Musik konzentrierte und einen sicheren interpretatorischen Pol bildete. Leider musste man wegen des schlechten Zustand des Instrumentes bei der klanglichen Qualitt einige Abstriche machen. Diese Unstimmigkeiten machten Sabine Eichner die unentbehrliche Przision bei Schnbergs Op.15 "Das Buch der hngenden Grten" zu einer schwierigen Aufgabe. Eine Sngerin muss sich schlielich auf die Stimmung des Klaviers verlassen knnen. Francis Poulencs "Le travail du Peintre" bildete einen schnen Bezug zur metaphernreichen Sprache der Gedichte von Erika Kurkart. Die usserlichkeiten, wie das Wechseln der Kleider oder effektvolle gestische Einlagen, sind Geschmacksache, doch stellt sich die Frage, ob die Werke in einem schlichteren, konzentrierten Umfeld nicht mehr an Wirkung und musikalischer Kraft htten entfalten knnen.
(10.10.2005)

 

 

Sabine Eichner im Beethoven-Haus 2003

Von C.O. Gazsi Laki Zwar fehlte ein Programmheft, aber es war trotzdem ein fesselnder Liederabend im Beethoven-Haus. Sabine Eichner sang mit weicher, leidenschaftlich wirkender Stimme, die in den Hhen Kraft entfalten konnte. In den Pianissimo-Passagen htte man etwas mehr Glanz erhofft, aber das Timbre der Mezzosopranistin ist von Natur aus dunkel. Ihr Gesang wirkte vereinzelt gar dster und in den Tiefen recht vibrierend, wodurch aber eine warme und melancholische Wirkung, insbesondere in der zwar etwas unsicheren, aber zarten Mittellage, entstand. Diese Wirkung entfaltete sich bei Schnbergs Das Buch der hngenden Grten“ und Rachmaninoffs Liedern gleichermassen positiv. Sabine Eichner konnte mit groen Bgen die Herzen des Publikums hher schlagen lassen. Sie sang mit groer Hingabe — am Ende gab es viel Applaus. Groes Lob fr den Pianisten Ivan Sokolov, er beherrscht noch die alte romantische Schule des Klavierspiels, wrzte seinen glnzenden Anschlag zwar reichlich mit Hall, blieb jedoch immer geschmackvoll differenziert.


(General-Anzeiger, 15.12.2003)
 


General Anzeiger

Mit Ernst und Ironie

Liederabend im Haus an der Redoute in Bonn

Von Agnes Koblenzer

Bonn. Im Zeichen der Verehrung des russischen Komponisten Dimitri Schostakowitsch fr Gustav Mahler stand der Liederabend im Haus an der Redoute mit Werken fr Alt und Klavier.

Intensiv im Ausdruck waren Schostakowitschs Lieder op. 143 auf fnf Gedichte von Marina Zwetajewa von 1973, die Sabine Eichner (Alt) im russischen Original vortrug. Laute Akkorde, markante Staccato-Rhythmen und Tonkluster dominierten den meisterlich gespielten Klavierpart von Ivan Sokolov.



Den bergang zu Mahler bernahm der Pianist mit einem Solovorspiel aus den 24 Prludien fr Klavier op. 34 des noch jungen Schostakowitsch, die Ivan Sokolov mit gebhrender Ironie und tnzerischer Leichtigkeit berzeugend interpretierte.

Mit den Liedern Gustav Mahlers trat abschliessend Sabine Eichner noch einmal in einem nuancenreichen Gesang hervor. Mit leichtem Witz in "Des Antonius von Padua Fischpredigt" und erschtterndem Ernst in "Das irdische Leben" oder "Wo die schnen Trompeten blasen" trugen die Musiker ausgewhlte Lieder aus der Sammlung "Des Knaben Wunderhorn" vor.

(05.02.2007)

 

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